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Schlesinger et al. publizieren mit der vorliegenden Arbeit die Zwischenergebnisse (Woche 8) der PROAK (Patient-Reported Outcomes AK)-Studie, die zum Ziel hatte, von Patienten und Ärzten berichteten Ergebnisse der Tirbanibulin-Behandlung bei AK in der realen klinischen Praxis in den Vereinigten Staaten zu beurteilen.

Tirbanibulin ist ein neuartiger synthetischer Wirkstoff mit starker antitumoraler und antiproliferativer Aktivität mit einem einfachen Dosierungsschema, welches die Adhärenz fördert. Das topische Arzneimittel Klisyri® wurde am 14. Dezember 2020 von der FDA für die Behandlung von AKs zugelassen. Klinische Phase-II- und Phase-III-Studien bestätigen das g̈unstige Verträglichkeits-, Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von Tirbanibulin bei einer Anwendung im Gesicht und auf der Kopfhaut an 5 aufeinanderfolgen-den Tagen.

Das Erreichen von langfristigen Behandlungsergebnissen hängt von Nutzen-Risiko-Einschätzungen der Behandlung durch Patienten und Ärzte ab. Außerdem kann die Zufriedenheit mit der Behandlung und der Lebensqualität behandlungsbezogene Verhaltensweisen beeinflussen, wie zum Beispiel die korrekte und kontinuierliche Anwendung von Arzneimitteln. Daher sind die von Patienten berichteten Ergebnisse (PRO) wichtige Messgrößen. PRO-Instrumente können in AK-spezifische und unspezifische Bewertungen unterteilt werden und die am häufigsten verwendeten sind der Skindex und TSQM (Fragebogen zur Behandlungszufriedenheit mit Medikamenten).

Der Bedarf an einem AK-spezifischen PRO Tool brachte ein neunköpfiges Expertengremium zusammen, um die erste AK-spezifische Messung von PROs und ClinROs (Clinician reported Outcomes) für den vergleichenden Gebrauch zu erstellen. Der AK-EPQ wurde erstmals in dieser Studie eingesetzt.

PROAK steht für eine beobachtende, einarmige, prospektive, multizentrische, Phase-IV-Studie. Die Patienten wurden 6 Monate lang nach Beginn der Behandlung beobachtet.

Patienten und Kliniker füllten Umfragen und klinische Beurteilungen zur Sicherheit und Wirksamkeit von Tirbanibulin zu Beginn der Studie, in Woche 8 und Woche 24 aus.

290 Patienten wurden in diese Analyse einbezogen.

Der primäre Endpunkt der Studie war die von den Patienten bewertete Lebensqualität anhand des Skindex-16 (je höher der Wert, desto schlechter die Lebensqualität) in Woche 8.

Weitere Endpunkte waren unter anderem die Zufriedenheit der Patienten und Ärzte mit der Tirbanibulin Behandlung, die anhand von TSQM-9 (je höher der Score, desto höher die Zufriedenheit) und EPQ in Woche 8 bewertebal Assessment und die Bewertung des Schweregrads der Lichtschäden der Haut in Woche 8 und Woche 24.

In Woche 16 verbesserte sich Skindex-16 in allen drei Be-reichen: Die Veränderung des Mittelwerts gegenüber dem Ausgangswert lag für Symptome, Emotionen und Funktionsfähigkeit bei -14,3, -24,9 und -9,8.

Im Kontext des TSQM-9 war sowohl die Zufriedenheit der Ärzte als auch der Patienten mit Tirbanibulin in Woche 8 hoch. Beide Gruppen gaben die höchste Zufriedenheit in der Unterskala „Benutzerfreundlichkeit” an (Mittelwert [M] von 85,3 und 85,8) gefolgt von der Gesamtzufriedenheit (M von 78,8 bzw. 74,5) und Effektivität (M von 76,4 und 73,0).

In Bezug auf den EPQ waren 91,0 % der Kliniker und 84,1 %der Patienten der Ansicht, dass sich das allgemeine Erscheinungsbild der Haut vom Ausgangswert bis Woche 8 unter Tirbanibulin deutlich besserte.

Außerdem waren mit der Verbesserung des Hautbildes 79,0 % der Kliniker und 75,9 % der Patienten sehr und 80,7 % der Kliniker und 74,8 % der Patienten äußerst zufrieden.

Insgesamt hatten 111 von 290 Patienten (38,3 %) in der Vergangenheit ein topisches Präparat angewendet, wobei 5 Fluorouracil (5-FU) das häufigste war (66,7 %), gefolgt von Imiquimod (28,8 %), Ingenolmebutat (11,7 %) und Diclo-fenac (7,2 %). Die Dauer der Hautreaktionen nach Anwendung von Tirbanibulin wurde von 89,2 % der Kliniker und 73,9 % der Patienten im Vergleich zu früheren topischen AK-Produkten als viel oder etwas kürzer beurteilt.

91,0 % der Kliniker und 76,6 % der Patienten waren der Meinung, dass der Schweregrad der Hautreaktion unter Tirbanibulin viel oder etwas besser ausgeprägt war.

87,4 % der Kliniker und 64,0 % der Patienten waren der Ansicht, dass die Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten aufgrund von Hautreaktionen unter Tirbanibulin viel oder etwas besser als bei früheren topischen AK Therapeutika war.
88,3 % der Kliniker und 71,2 % der Patienten waren der Ansicht, dass die Behandlung mit Tirbanibulin viel oder etwas einfacher im Vergleich zu anderen bisherigen topischen Produkten war.

Die allgemeine Zufriedenheit mit Tirbanibulin im Vergleich zu früheren AK-Behandlungen wurde von 82,9 % der Kliniker und 72,1 % der Patienten als sehr oder etwas besser bewertet. Ebenso gaben 85,2 % der Kliniker und 80,0 % der Patienten an, dass sie Tirbanibulin bei Bedarf erneut zur Behandlung von AK-Läsionen einsetzen würden.

Der Anteil der Patienten mit vollständig/teilweise geheilter AK lag bei 73,8 % in Woche 8.

Von den 288 Patienten, für die sowohl bei Studienbeginn als auch in Woche 8 Daten vorlagen, hatten 77,4 % der Patienten mäßige/schwere Lichtschäden der Haut zu Beginn der Behandlung, die jedoch nur noch bei 39,6 % der Patienten in Woche 8 zu verzeichnen waren.

Die Verringerung des Schweregrads der Lichtschäden der Haut in Woche 8 war statistisch signifikant.

Ein IGA von 0-1 (≥75 % Abheilung von AK-Läsionen) wurde von 73,8 % der Patienten erreicht. Die Verringerung des Schweregrads von Lichtschäden von Baseline bis Woche 8 war signifikant (77,4 % vs. 39,6 %).

Die PROAK-Studie bietet mit der AK-EPQ-Erhebung die Möglichkeit, sowohl die ClinROs als auch die PROs zu berücksichtigen und Kliniker entsprechend über die Präferen-zen der Patienten zu informieren, was die Adhärenz verbessern und Ergebnisse optimieren kann.

Nach Schlesinger et al. ist die PROAK-Studie die erste Stu-die zur Bewertung der Zufriedenheit mit der AK Behandlung anhand des TSQM-9 in den USA.
Weitere Stärken der Studie liegen in der Beurteilung der Lebensqualität, der Behandlungszufriedenheit mit der Tirbanibulin-Anwendung in der täglichen Praxis bei AK-Patienten.

Abschließend fassen Schlesinger et al. zusammen, dass in der realen, routinemäßigen Praxis für Tirbanibulin eine Wirksamkeit wie in Phase-III-Studien nachgewiesen werden konnte, wodurch klinische Vorteile dieser neuen therapeutischen Option für eine optimale Behandlung von AKs unterstrichen werden.

Tirbanibulin wurde bei allen Fragestellungen im Vergleich mit früheren topischen AK-Behandlungen besser bewertet.

Schlesinger, T., et al. (2023). “Clinician- and Patient-Reported Outcomes with Tirbanibulin 1% Treatment for Actinic Keratosis in Routine Clinical Practice Across the U.S.(PROAK Study).” SKIN The Journal of Cutaneous Medicine 7: 771-787.

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