Dirschka et al. haben im Rahmen eines modifizierten Delphi-Verfahrens Dermatologen in Deutschland, Italien und Spanien nach ihrer Sicht auf die Therapie aktinischer Keratosen (AK) befragt.
Basierend auf einer Literaturrecherche und der Befragung von Dermatologen in Deutschland, Italien und Spanien wurden im Rahmen eines modifizierten Delphi-Verfahrens die Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedenen Therapieoptionen bei AK überprüft. Ziel dieser Befragung war es, die Sichtweise der Dermatologen zu verstehen.
73 Dermatologen nahmen daran teil. Der Literaturreview bezog 23 Publikationen ein.
Unter Beteiligung von acht Spezialisten auf dem Gebiet der AK-Therapie wurden 27 Statements zu den folgenden fünf Themenblöcken formuliert und die 73 Teilnehmer nach dem Grad ihrer Zustimmung befragt.
21 Statements (78 %) wurden seitens der Dermatologen angenommen, d.h. ≥ 80 von ihnen hatten „stimme zu“ oder „stimme stark zu“ angegeben. Bei jeweils drei Aussagen waren sie sich uneinig (66 – 79 % Zustimmungsrate) oder sie wurden abgelehnt (< 66 %). Hinsichtlich der fünf Themenblöcke gehen die Experten in der Diskussion unter anderem auf folgende Ergebnisse ein:
Verständnis der aktuellen AK-Leitlinien: 93 % der Befragten stimmten zu, an die Bedeutung nationaler unter internationale Leitlinien zu glauben. 96 % waren der Meinung, dass auch Real-World-Daten zu Präferenz und Zufriedenheit der Patienten einbezogen werden sollten.
Behandlungsziele über die Wirksamkeit hinaus: Das Statement „Der Erfolg einer Behandlung sollte ausschließlich auf der Wirksamkeit beruhen (…)“ wurde mit einer Zustimmungsrate von 63% abgelehnt. Demgegenüber bejahten 97 % der Dermatologen, dass das geringere Risiko der Progression in ein invasives kutanes Plattenepithelkarzinoms (cSCC) bei der Bewertung des Therapieerfolgs berücksichtigt werden sollte.
Auswahl der Therapie: Die Experten verweisen auf die Bedeutung der frühzeitigen Therapie, um das Outcome zu verbessern – eine Aussage, der 91 % der Dermatologen zustimmten. Beim Statement „Vor der Wahl einer AK-Therapie sollten die Präferenzen des Patienten sowie die Art und das Ausmaß der Auswirkungen der Behandlung berücksichtigt werden“ betrug die Zustimmungsrate 87 %.
Therapie in Abhängigkeit vom Patientenprofil: Aus Sicht von 80 % der Teilnehmer sollte bei Patienten mit großen Kanzerisierungsfeld und multiplen hyperkeratotischen Läsionen 5-Fluorouracil (5-FU) oder die konventionelle photodynamische Therapie (PDT) die Behandlung der Wahl sein. Der Aussage „Bei Patienten mit einem Kanzerisierungsfeld ≤ 25 cm² und nicht-hypertrophen, nicht-hyperkeratotischen AK-Läsionen sollte 1 %iges Tirbanibulin aufgrund seines ausgewogenen Profils hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Komfort als Behandlung der Wahl angesehen werden“ stimmten 81 % zu. Aus Sicht von 84 % der Befragten sollte 1 % Tirbanibulin die Therapie der Wahl sein, wenn Patienten die andere AK-Therapien schlecht vertragen.
Zusätzlicher Nutzen der Behandlung: Den Statements dieses Themenblocks stimmten die Teilnehmer grundsätzlich zu – etwa, dass eine gute Balance zwischen Wirksamkeit und anderen Faktoren wie einer kurzen Behandlungsdauer oder milden lokalen Hautreaktionen von Vorteil ist (94 %). Die Aussage, der Therapieerfolg lasse sich anhand der Häufigkeit und Schwere der Lokalreaktionen vorhersagen, wurde allerdings abgelehnt (64 %).
Die Ergebnisse dieser Befragung unterstreichen die Bedeutung patientenzentrierter Ansätze der AK-Therapie sowie von Aspekten wie Verträglichkeit oder Adhärenz, die über die Wirksamkeit der Therapie hinausgehen, so das Fazit der Autoren. Das Verständnis der Wirkmechanismen der Therapien sei entscheidend, um die Behandlungsergebnisse zu optimieren.
Quelle: Dirschka T et al. (2025). “Reshaping treatment paradigm in actinic keratosis by using a modified Delphi questionnaire.” J Dermatol Treat 36: 2487657
Basierend auf einer Literaturrecherche und der Befragung von Dermatologen in Deutschland, Italien und Spanien wurden im Rahmen eines modifizierten Delphi-Verfahrens die Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedenen Therapieoptionen bei AK überprüft. Ziel dieser Befragung war es, die Sichtweise der Dermatologen zu verstehen.
73 Dermatologen nahmen daran teil. Der Literaturreview bezog 23 Publikationen ein.
Unter Beteiligung von acht Spezialisten auf dem Gebiet der AK-Therapie wurden 27 Statements zu den folgenden fünf Themenblöcken formuliert und die 73 Teilnehmer nach dem Grad ihrer Zustimmung befragt.
- Verständnis der aktuellen AK-Leitlinien
- Behandlungsziele über die Wirksamkeit hinaus
- Auswahl der Therapie
- Therapie in Abhängigkeit vom Patientenprofil
- Zusätzlicher Nutzen der Behandlung
21 Statements (78 %) wurden seitens der Dermatologen angenommen, d.h. ≥ 80 von ihnen hatten „stimme zu“ oder „stimme stark zu“ angegeben. Bei jeweils drei Aussagen waren sie sich uneinig (66 – 79 % Zustimmungsrate) oder sie wurden abgelehnt (< 66 %). Hinsichtlich der fünf Themenblöcke gehen die Experten in der Diskussion unter anderem auf folgende Ergebnisse ein:
Verständnis der aktuellen AK-Leitlinien: 93 % der Befragten stimmten zu, an die Bedeutung nationaler unter internationale Leitlinien zu glauben. 96 % waren der Meinung, dass auch Real-World-Daten zu Präferenz und Zufriedenheit der Patienten einbezogen werden sollten.
Behandlungsziele über die Wirksamkeit hinaus: Das Statement „Der Erfolg einer Behandlung sollte ausschließlich auf der Wirksamkeit beruhen (…)“ wurde mit einer Zustimmungsrate von 63% abgelehnt. Demgegenüber bejahten 97 % der Dermatologen, dass das geringere Risiko der Progression in ein invasives kutanes Plattenepithelkarzinoms (cSCC) bei der Bewertung des Therapieerfolgs berücksichtigt werden sollte.
Auswahl der Therapie: Die Experten verweisen auf die Bedeutung der frühzeitigen Therapie, um das Outcome zu verbessern – eine Aussage, der 91 % der Dermatologen zustimmten. Beim Statement „Vor der Wahl einer AK-Therapie sollten die Präferenzen des Patienten sowie die Art und das Ausmaß der Auswirkungen der Behandlung berücksichtigt werden“ betrug die Zustimmungsrate 87 %.
Therapie in Abhängigkeit vom Patientenprofil: Aus Sicht von 80 % der Teilnehmer sollte bei Patienten mit großen Kanzerisierungsfeld und multiplen hyperkeratotischen Läsionen 5-Fluorouracil (5-FU) oder die konventionelle photodynamische Therapie (PDT) die Behandlung der Wahl sein. Der Aussage „Bei Patienten mit einem Kanzerisierungsfeld ≤ 25 cm² und nicht-hypertrophen, nicht-hyperkeratotischen AK-Läsionen sollte 1 %iges Tirbanibulin aufgrund seines ausgewogenen Profils hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Komfort als Behandlung der Wahl angesehen werden“ stimmten 81 % zu. Aus Sicht von 84 % der Befragten sollte 1 % Tirbanibulin die Therapie der Wahl sein, wenn Patienten die andere AK-Therapien schlecht vertragen.
Zusätzlicher Nutzen der Behandlung: Den Statements dieses Themenblocks stimmten die Teilnehmer grundsätzlich zu – etwa, dass eine gute Balance zwischen Wirksamkeit und anderen Faktoren wie einer kurzen Behandlungsdauer oder milden lokalen Hautreaktionen von Vorteil ist (94 %). Die Aussage, der Therapieerfolg lasse sich anhand der Häufigkeit und Schwere der Lokalreaktionen vorhersagen, wurde allerdings abgelehnt (64 %).
Die Ergebnisse dieser Befragung unterstreichen die Bedeutung patientenzentrierter Ansätze der AK-Therapie sowie von Aspekten wie Verträglichkeit oder Adhärenz, die über die Wirksamkeit der Therapie hinausgehen, so das Fazit der Autoren. Das Verständnis der Wirkmechanismen der Therapien sei entscheidend, um die Behandlungsergebnisse zu optimieren.
Quelle: Dirschka T et al. (2025). “Reshaping treatment paradigm in actinic keratosis by using a modified Delphi questionnaire.” J Dermatol Treat 36: 2487657