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von Alexandra Buba M. A., Wirtschaftsjournalistin, Fuchsmühl

Das Statistische Bundesamt hat die Kosten- und Ertragsstatistik von Arztpraxen für das Jahr 2022 veröffentlicht. Daraus ergibt sich ein Rückgang der Reinerträge der Praxen des Fachgebiets Haut- und Geschlechtskrankheiten um 14,0 Prozent, von durchschnittlich 344.000 Euro auf 296.000 Euro. Diese Entwicklung verlief deutlich negativer als der Branchentrend: Denn der gesamte medizinische Bereich musste lediglich einen Gewinnrückgang von 1,5 Prozent verzeichnen.

Kosten steigen, Erlöse sinken

Die Dermatologie ist einer der Fachbereiche, die im Jahr 2022 einen besonders hohen Rückgang der durchschnittlichen Gewinne im Vergleich zu 2021 hinnehmen mussten. Dies ist insbesondere auf gestiegene Kosten zurückzuführen, die von durchschnittlich 359.000 Euro auf 386.000 Euro pro Praxis und damit um 7,5 Prozent angewachsen sind. Gleichzeitig sanken die Einnahmen, prozentual allerdings etwas weniger. So sank das durchschnittliche Honorar je Praxis von 702.000 Euro auf 681.000 Euro, das entspricht einem Prozentsatz von 3,1 Prozent. Dadurch blieb unter dem Strich ein um 14,0 Prozent gesunkener Reingewinn übrig. Die Kostenquote liegt in dermatologischen Praxen bei 54,0 Prozent.

Einzelpraxen verlieren stärker

Differenziert man diese Angaben nach Einzel- und Gemeinschaftspraxen, so ergibt sich folgendes Bild: Die Einzelpraxen verzeichnen einen Gewinnrückgang von 285.000 Euro auf 224.000 Euro (-21,4 Prozent). Im Gegensatz dazu mussten die Gemeinschaftspraxen lediglich einen kaum spürbaren Gewinnrückgang von durchschnittlich 528.000 Euro auf 526.000 Euro hinnehmen. Vergleicht man die Entwicklung der Erlöse bei den Gemeinschaftspraxen, so zeigt sich, dass diese ihre Erlöse von durchschnittlich 1.111.000 Euro im Jahr 2021 auf 1.119.000 Euro in 2022 leicht steigern konnten. Den Reinertrag von 526.000 Euro wiederum teilen sich im Schnitt 1,3 Praxisinhaberinnen und -inhaber. Damit ergibt sich rein rechnerisch ein Reinertrag von 405.000 Euro je Praxisinhaber. Dieser liegt 80,8 Prozent über dem Reinertrag in einer dermatologischen Einzelpraxis.

Anzahl der Praxen wächst

Insgesamt ist die Anzahl der dermatologischen Praxen in 2022 leicht auf insgesamt 2.565 angestiegen (2021: 2.436). Während die Zahl der Einzelpraxen von 1.847 auf 1.960 anwuchs, erhöhte sich die Anzahl der Gemeinschaftspraxen von 589 auf 605. Insgesamt arbeiteten in allen dermatologischen Praxen zum Stichtag 30.09.2022 durchschnittlich 9,0 Personen einschließlich der Inhaber. Über ein Drittel von ihnen, nämlich 42,9 Prozent, waren in Teilzeit tätig. Als Kostenfaktor fielen Bruttoentgelte in Höhe von insgesamt 182.000 Euro an.

Praxen des Fachgebiets Haut- und Geschlechtskrankheiten*

* Der Aussagewert sämtlicher Angaben in Klammern ist eingeschränkt, da der Zahlenwert statistisch relativ unsicher ist;
** Der Reinertrag entspricht nicht dem Einkommen der Ärzte oder dem Gewinn der Praxis. Diese Größe berücksichtigt u. a. nicht die Aufwendungen für Praxisübernahme, für Alters-, Invaliditäts-, Hinterbliebenen- und Krankenversicherung der Praxisinhaber und deren Familienangehörigen sowie die Beiträge zu Versorgungseinrichtungen der Praxisinhaber.

Weiterführender Hinweis

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts zum Statistischen Bericht „Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich“ vom 03.09.2024 online unter iww.de/s11563.

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