[salesforce_login]Login[/salesforce_login]
[rank_math_breadcrumb]
Atopische Dermatitis Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. med. Schulte-Beerbühl

In der vorliegenden Arbeit berichten Silverberg et al. über die Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit bis Woche 16 von zwei 52-wöchigen Phase-III-Studien zur Lebrikizumab-Monotherapie bei mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis: ADvocate1 und ADvocate2.

Eine erhöhte Typ-2-Inflammation spielt eine zentrale Rolle bei der Pathogenese der atopischen Dermatitis, wobei Interleukin 13 (IL-13) als zentrales Zytokin angesehen wird.
Lebrikizumab ist ein hochaffiner monoklonaler IgG4 Antikörper, der selektiv lösliches IL-13 mit hoher Affinität bindet und die Bildung des heterodimeren Interleukin-4R -Inter-leukin-13R 1-Signalkomplexes blockiert. Hierdurch wird die IL-13-Signaltransduktion inhibiert – ohne jedoch die IL-4-Signalvermittlung oder die Funktion des Interleukin-13R 2 (Decoy)-Rezeptors, der die Internalisierung von IL-13 in die Zelle ermöglicht, zu beeinträchtigen.
Silverberg et al. führten zwei identisch konzipierte, 52-wöchige, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studien durch. Beide Studien umfassten eine 16-wöchige Induktionsphase und eine 36-wöchige Erhaltungsphase. Die Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis wurden in einem Verhältnis von 2:1 randomisiert, um entweder Lebrikizumab in einer Dosis von 250 mg alle zwei Wochen (Loading Dose von 500 mg zu Studienbeginn und in Woche 2) oder Placebo subkutan zu erhalten.
Der co-primäre Endpunkt war ein Investigator’s Global Assessment (IGA)-Score von 0 oder 1 mit einer Verringerung um mindestens 2 Punkte gegenüber dem Ausgangswert in Woche 16 oder eine 75-prozentige Verbesserung des Eczema Area and Severity Index (EASI-75). Sekundäre Endpunkte umfassten die Bewertungen des Pruritus und die Beeinträchtigung des Schlafs durch Pruritus. Weiterhin wurden die Sicherheit und Verträglichkeit der Therapie mit Lebrikizumab untersucht.
In ADvocate 1 erzielten 43,1 % der Patienten der Lebrikizumab-Gruppe und 12,7 % in der Placebogruppe einen erscheinungsfreien oder fast erscheinungsfreien Hautzustand sowie 58,8 % respektive 16,2 % der Patienten ein EASI-75 Ansprechen.

In ADvocate 2 wurde ein IGA 0/1 von 33,2 % in der Lebrikizumab-Gruppe und von 10,8 % in der Placebogruppe erreicht. Eine EASI-75-Antwort erreichten 52,1 % bzw. 18,1 %der Patienten.

Eine klinisch relevante Verbesserung des Pruritus und der Beeinträchtigung des Schlafes durch Pruritus wurden be-reits nach wenigen Wochen unter der Lebrikizumab-Therapie im Vergleich zu Placebo beobachtet.

Unerwünschte Ereignisse traten unter Lebrikizumab im Mittel vergleichbar häufig auf wie unter Placebo. Einzelne unerwünschte Ereignisse wurden jedoch häufiger unter Lebrikizumab beobachtet als unter Placebo, hierzu gehören z.B. Konjunktivitiden. Die meisten unerwünschten Ereignisse während der Induktionsphase waren leicht oder moderat ausgeprägt und führten in der Regel nicht zum Abbruch der Studie.

Eine Verschlimmerung der atopischen Dermatitis und Hautinfektionen traten unter Placebo häufiger auf als in der Lebrikizumab-Gruppe, was auf eine Normalisierung der Hautbarrierefunktion und der Immunantwort der Haut in den mit Lebrikizumab behandelten Patienten hindeutet.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Silver-berg et al. in zwei randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studien zeigen konnte, dass die Behandlung mit Lebrikizumab zu signifikanten Verbesserungen der klinischen Zeichen und Symptome der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen bei einem günstigen Sicherheitsprofil führt.

Silverberg, J. I., et al. (2023). “Two Phase 3 Trials of Lebrikizumab for Moderate-to-Severe Atopic Dermatitis.” N Engl J Med 388(12): 1080-1091

Diese nachfolgenden Materialien unterliegen einer Dokumentationspflicht. Wir möchten Sie daher bitten, Ihre Kontaktdaten im nachstehenden Formular anzugeben, damit wir Sie im Falle von Änderungen der Servicematerialien kontaktieren können.